Aktuelles aus der Arbeitsmedizin
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Als Arbeitsmediziner stehen wir täglich im Dienst verschiedenster Unternehmen und setzen uns mit Leidenschaft und Fachexpertise für die Gesundheit der dort beschäftigten Menschen ein. So beginnen wir jeden Arbeitstag mit einem klaren Ziel vor Augen: Das gesundheitliche Wohlbefinden der Angestellten im Betrieb bestmöglich zu fördern und ihre Arbeitsbedingungen kontinuierlich zu verbessern.
Ich bin Dr. Nicolas Schultheiss, Inhaber von Health Works, der Praxis für Arbeitsmedizin in Tübingen. In diesem Artikel nehme ich Sie mit in meinen spannenden und abwechslungsreichen Arbeitsalltag als Betriebsarzt.
Unser Start in den Tag in der Health-Works-Praxis
Meine liebsten Arbeitstage als Betriebsarzt beginnen definitiv mit einem Team-Meeting in unseren Praxisräumen in Tübingen. Die Health-Works-Praxis ist für mich ein Ort des lebhaften Austauschs und der vertrauensvollen Zusammenarbeit. Auch, wenn viele von uns tagsüber bei unseren Kunden sind, kommen wir hier regelmäßig zu Besprechungen zusammen, um uns über aktuelle Fälle und anstehende Projekte auszutauschen. Mit vereinten Fachkenntnissen analysieren wir besonders komplexe Krankheitsursachen, besprechen mögliche Lösungen oder erarbeiten ganz individuelle Rückkehrpläne, um Angestellten nach der Genesung eine reibungslose Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag zu ermöglichen.
Zusätzlich zu unserer täglichen Arbeit mit individuellen Fällen verfolgen wir auch langfristige Projekte, um die Arbeitsbedingungen in Unternehmen zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise die innovative Gestaltung gesundheitsfördernder Arbeitsplätze oder die Entwicklung von Maßnahmen zur Erhaltung der psychischen Gesundheit. Diese Projekte erfordern eine enge Zusammenarbeit im Team, aber auch mit den Arbeitgebern, um deren Bedürfnisse und Anforderungen wirklich im Detail zu verstehen und maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können.
Raus aus den Praxisräumen, rein in den Kundenbetrieb
Noch am Vormittag mache ich mich mit einem unserer elektrischen Dienstwagen auf den Weg zu meinem heutigen Kundenbetrieb. In der Regel besuchen wir nur ein bis zwei Unternehmen pro Tag, sodass wir uns genug Zeit für alle Anliegen vor Ort nehmen können. Die Fahrt dauert maximal 60 Minuten, da alle von uns betreuten Unternehmen im Raum Tübingen und dem Schwarzwald angesiedelt sind. Unterwegs genieße ich den Blick auf die Schwäbische Alb, höre meine neue Lieblingsplaylist und bereite mich gedanklich auf meine nächsten Aufgaben im Betrieb vor.
Dort angekommen, begrüße ich auf dem Weg ins Betriebsarztbüro schon die ersten Mitarbeiter und komme mit dem einen oder anderen ins Gespräch. Auch dieser informelle Austausch ist für mich äußerst wertvoll, da er dazu beiträgt, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und die Angestellten dazu ermutigt, offen über ihre Gesundheit zu sprechen.
Im Büro beginne ich mit den geplanten Vorsorgeuntersuchungen und Beratungsterminen. Anders, als von vielen angenommen, geht es hierbei aber nicht um das stumpfe Abarbeiten vorgeschriebener Untersuchungen. Es gilt, die Menschen ganzheitlich zu betrachten und besonders wachsam für frühe Krankheitsanzeichen zu sein. Durch diesen geschärften Blick gelingt es uns Betriebsärzten häufig, sich anbahnende Krankheiten wie zum Beispiel erhöhte Cholesterinwerte, aber auch psychische Überlastungen bereits im frühsten Stadium zu erkennen und aktiv entgegenzuwirken.
Mit diesen abwechslungsreichen Aufgaben vergeht die Zeit bis zum Feierabend wie im Flug. Da sich meine Arbeitszeiten nach den Geschäftszeiten der Betriebe richten, bin ich abends meist deutlich früher zu Hause, als es in vielen anderen medizinischen Fachbereichen möglich wäre. Auch Wochenenddienste und Nachtschichten gibt es nicht. Das ist definitiv ein Pluspunkt der Arbeitsmedizin, den viele Kolleginnen und Kollegen bei uns sehr schätzen.
Betriebsmedizin: Ein aufstrebendes Fachgebiet
Die tägliche Arbeit eines Betriebsarztes ist abwechslungsreich, herausfordernd und geht weit über das reine Abarbeiten betriebsmedizinischer Verordnungen hinaus: Als Arbeitsmediziner tragen wir dazu bei, dass Menschen in ihrer beruflichen Umgebung gesund bleiben und körperlich sowie mental ihr volles Potenzial entfalten können.
Für viele Arbeitgeber gewinnt dieser Aspekt unter anderem aufgrund von Fachkräftemangel und demografischem Wandel zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklung trägt wiederum dazu bei, dass sich für uns ständig neue, spannende Möglichkeiten eröffnen, tatsächlich innovative, medizinische Präventionsarbeit zu leisten und neue Wege der Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz zu beschreiten.
So hat unser tägliches Handeln in der Betriebsmedizin im besten Fall eine direkte, aber immer eine nachhaltig positive Wirkung auf das Leben tausender Angestellter, die wir in unseren Betrieben betreuen.
Das macht den Beruf des Arbeitsmediziners für mich persönlich besonders erfüllend und ist mit ein Grund, warum ich allen jungen Medizinern und Medizinerinnen von Herzen empfehle, sich die Facharztausbildung im Bereich Arbeitsmedizin genauer anzuschauen.
Ein typischer Arbeitstag in der Betriebsmedizin

Viele junge Ärztinnen und Ärzte träumen nach der Approbation von einem interessanten, vielfältigen und anspruchsvollen Arbeitsplatz in der Medizin. Dass sich eine solche Assistenzarztstelle aber nicht nur in klassischen Klinik-Fachbereichen wie Chirurgie, Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Anästhesie oder Orthopädie findet, sondern auch in der Arbeitsmedizin, wird oft vergessen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die Vorzüge eines oft unterschätzten Fachgebiets und klären, was Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner in ihrem abwechslungsreichen Arbeitsalltag, aber auch in der Karriereplanung tatsächlich erwartet.
In der Arbeitsmedizin liegt unser Fokus auf der Gesundheit.
In der Arbeitsmedizin werden wir in der Regel tätig, bevor eine schwere Erkrankung eintritt und können damit im besten Fall aktiv Krankheiten sowie Arbeitsausfälle verhindern. Gleichzeitig begleiten wir unsere Patientinnen und Patienten als Betriebsmediziner über Jahre hinweg, entwickeln eine persönliche Beziehung und können sie auf diese Weise langfristig und unmittelbar bei der Erhaltung ihrer Gesundheit unterstützen. Damit wird der Job des Arbeitsmediziners oft als emotional weniger belastend wahrgenommen als beispielsweise Jobs in den Bereichen Unfallchirurgie, Psychiatrie oder in der Inneren Medizin.
Die Arbeitsmedizin ist eines der abwechslungsreichsten Tätigkeitsfelder in der Medizin.
Arbeitsplatzbegehungen zählen für viele Betriebsmediziner zu ihren liebsten Aufgaben: Bei Terminen in unterschiedlichen Betrieben lernen sie verschiedene Branchen kennen, haben Kontakt zu verschiedenen Berufsgruppen und gewinnen Tag für Tag spannende Einblicke in die Arbeitswelten von Industrie, Handel, Medien, Tourismus, Immobilien und weiteren Branchen.
Darüber hinaus bieten auch die täglichen Aufgaben einige Abwechslung. So gehören medizinische Untersuchungen, Impfungen, ergonomische Bewertungen, Hör- und Sehtests genauso zum Alltag in der Arbeitsmedizin wie auch die Identifikation und Bewertung von Gesundheitsrisiken sowie Gefahren an den Arbeitsplätzen.
Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner haben angenehme Arbeitszeiten.
Wer von anstrengenden Klinik-Nachtschichten, 24-Stunden-Diensten und Arbeiten am Wochenende genug hat, ist in der Arbeitsmedizin genau richtig. Hier wird meist zu den regulären Bürozeiten von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr gearbeitet, da Betriebsärzte auch nur dann im Einsatz sind, wenn die meisten Angestellten arbeiten.
Die Arbeitsmedizin ist eng mit anderen spannenden Fachgebieten vernetzt.
Neben Arbeits- und Allgemeinmedizin sind für Betriebsmediziner insbesondere auch Toxikologie, Arbeitspsychologie und Arbeitsphysiologie relevante Disziplinen. Nur durch diese multidisziplinäre Herangehensweise gelingt es uns, ein umfassendes Verständnis für die verschiedenen Faktoren zu entwickeln, welche die Gesundheit und das Wohlbefinden von Arbeitnehmenden beeinflussen.
Ein Abschluss als Arbeitsmediziner eröffnet vielfältige Karrierechancen.
Wer die Facharztweiterbildung zum Arbeitsmediziner erfolgreich absolviert hat, kann aus vielfältigen Möglichkeiten und Karrierewegen wählen:
- Selbständiger Betriebsarzt mit eigener Praxis: Sie eröffnen eine eigene Praxis oder betätigen sich als freiberuflicher Arbeitsmediziner, bieten Dienstleistungen wie arbeitsmedizinische Untersuchungen, Beratungen und Schulungen für Unternehmen an.
- Kombination von klinischer und betriebsärztlicher Tätigkeit: Sie arbeiten sowohl in einer regulären Praxis mit Patienten, als auch in Unternehmen als Arbeitsmediziner.
- Angestellter Betriebsarzt in einem größeren Unternehmen: Sie sind bei einem Unternehmen fest angestellt und für die Gesundheitsversorgung der Mitarbeiter zuständig.
- Angestellter Betriebsarzt in einer Praxis für Arbeitsmedizin, zum Beispiel bei Health Works: Sie betreuen die Angestellten verschiedener Unternehmen, gewinnen täglich neue, spannende Einblicke und bauen eine langfristige, persönliche Beziehung zu Ihren Patientinnen und Patienten auf.
Sie sind selbst Arbeitsmediziner oder an der Weiterbildung zum Facharzt für Arbeitsmedizin interessiert?
Senden Sie uns gern Ihre Bewerbung (inklusive Lebenslauf und Zeugnissen) für eine Stelle als Betriebsarzt oder für eine Facharztweiterbildung in der Arbeitsmedizin an kontakt@healthworks.de. Wir suchen für unsere arbeitsmedizinische Praxis in Tübingen regelmäßig neue Talente, die den Kreis unserer Kolleginnen und Kollegen erweitern!
Beruf: Arbeitsmediziner – Alltag, Karriereplanung und Perspektiven

A, A1, A2, AM, B, BE, L und T: Verkehrsmedizinische Untersuchungen für PKW- und Motorrad-Führerscheine
Für PKW- und Motorradführerscheine ist lediglich bei Neuerteilung der Fahrerlaubnis ein einfacher Sehtest notwendig. Als amtlich anerkannte Sehteststelle kümmern wir uns für Sie um Durchführung und Bescheinigung.
Nach bestandener Führerscheinprüfung wird empfohlen, diesen Sehtest freiwillig alle zwei Jahre zu wiederholen. Eine gesonderte ärztliche Untersuchung ist bei diesen Fahrerlaubnisklassen nur in begründeten Fällen nötig.
C1, C1E, C und CE: Verkehrsmedizinische Untersuchungen zur Fahrerlaubnis für Fahrzeuge und LKW mit über 3,5 Tonnen
In unserer Praxis für Arbeits- und Verkehrsmedizin in Tübingen übernehmen wir alle nötigen medizinischen Untersuchungen zur Erteilung oder Verlängerung von LKW-Führerscheinen beziehungsweise von Führerscheinen der Klassen C, C1, CE und C1E.
Die Untersuchung für LKW-Fahrerinnen und -Fahrer ist in den Anlagen 5 und 6 der Fahrerlaubnisverordnung näher definiert und beinhaltet ein Anamnesegespräch, eine körperliche Untersuchung, sowie einen umfangreichen Sehtest. Unter Umständen werden im Zuge dieser Untersuchung auch weitere Tests (beispielsweise Blutbild, Urinkontrolle etc.) angefordert.
Bei den Führerscheinklassen C1 und C1E muss diese Untersuchung ab dem 50. Lebensjahr alle fünf Jahre wiederholt werden, bei den Kassen C und CE bereits ab Erstausstellung im Abstand von ebenfalls fünf Jahren.
D, DE, D1 und D1E, die Bus- und Taxi-Führerscheine: Verkehrsmedizinische Untersuchungen für die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung
Wer im Straßenverkehr Personen transportiert, trägt eine große Verantwortung. Entsprechend umfangreich ist auch die Untersuchung zur Feststellung der Fahrtauglichkeit. Für die Erteilung und Verlängerung der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung sowie für die Führerscheinklassen D, D1, DE und D1E benötigen Fahrer und Fahrerinnen eine verkehrsmedizinische Untersuchung nach FeV-Richtlinien. Diese umfasst ein Anamnesegespräch, eine körperliche Untersuchung, eine Untersuchung des Sehvermögens sowie ein psychometrisches Gutachten (gemäß Anlage 5, Nr. 2 FeV).
Wiederholt werden muss die körperliche Untersuchung sowie der Sehtest bei den Führerscheinklassen D, D1, DE und D1E alle fünf Jahre. Ab dem 50. Lebensjahr ist auch die psychometrische Untersuchung mit Reaktionstest im Abstand von fünf Jahren zu wiederholen.
Bei Fahrerlaubnissen zur Fahrgastbeförderung ist ebenfalls die körperliche Untersuchung sowie der Sehtest alle fünf Jahre zu wiederholen. Das psychometrische Gutachten muss bei Personen, die Fahrgäste befördern, ab dem 60. Lebensjahr alle fünf Jahre wiederholt werden.
Bei Health Works in Tübingen können Sie alle notwendigen Untersuchungen zur Feststellung Ihrer Verkehrstüchtigkeit nach § 11 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) unkompliziert bei einem einzigen Termin durchführen lassen und sparen damit unnötige Wege, Zeit und Geld. Sie erhalten Ihr Gutachten direkt am Tag der Untersuchung. Kontaktieren Sie uns gern und vereinbaren Sie noch heute Ihren Termin.
(Photo by Sangga Rima Roman Selia on Unsplash)
Verkehrsmedizinische Untersuchungen für die verschiedenen Führerscheinklassen

Untersuchungen zur Fahreignung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Wer trotz vorhandener Herz-Kreislauf-Erkrankung beruflich als Kraftfahrer oder -fahrerin tätig ist, fährt unweigerlich mit einem erhöhten Unfallrisiko: Plötzliche Synkopen oder gar ein Herztod können zum Kontrollverlust am Steuer führen und damit auch für andere Verkehrsteilnehmende zur Gefahr werden. Auch können Herzinsuffizienzen oder größere Operationen zu einer gesamten Schwächung des Körpers führen, sodass kein sicheres Fahren mehr möglich ist.
Das Ziel der Untersuchung zur Fahreignung ist es, dieses krankheitsbedingte Risiko für Unfälle zu senken, um damit nicht nur die Sicherheit des Fahrers oder der Fahrerin zu gewährleisten, sondern auch die aller anderen Teilnehmenden am Straßenverkehr.

Fahrtauglichkeitsuntersuchungen bei Diabetes-Erkrankungen
Diabetikerinnen und Diabetiker dürfen in der Regel uneingeschränkt Autofahren - bis auf wenige begründete Ausnahmen. So können beispielsweise Nebenwirkungen der Diabetestherapie zur starken Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit führen, aber auch krankheitsbedingte Komplikationen gilt es im Blick zu behalten.
Besonders gefährlich wird es für Menschen mit Diabetes-Erkrankung, wenn es während der Fahrt beispielsweise zur Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommt: Das Reaktionsvermögen verlangsamt sich, Aufmerksamkeit und Konzentration lassen schlagartig nach und es kommt im schlimmsten Fall zur Bewusstlosigkeit.
Daher sollten Diabetikerinnen und Diabetiker zur Fahrtauglichkeitsuntersuchung unbedingt eine Bescheinigung des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin mitbringen, welche bestätigt, dass die Erkrankung gut eingestellt ist, dass es in den letzten zwölf Monaten zu keiner schweren Unterzuckerung kam und dass die betroffene Person an einer entsprechenden Diabetikerschulung teilgenommen hat. Ohne eine solche Bescheinigung kann die Fahrtauglichkeit von Diabetikern und Diabetikerinnen nicht vollumfänglich beurteilt werden.
Altersbedingte Leistungseinschränkungen beim Führen von Fahrzeugen
Dass sich mit zunehmendem Alter sensorische, motorische und kognitive Fähigkeiten verändern, ist kein Geheimnis. Doch wie stark diese Veränderungen schließlich tatsächlich das eigene (berufliche) Leben beeinflussen können, ist in jungen Jahren den Wenigsten klar.
Deshalb ist es besonders wichtig, im Rahmen verkehrsmedizinischer Untersuchungen in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, inwiefern sich die verschiedenen psychomotorischen Fähigkeiten im Laufe der Zeit verändern und wie stark diese Veränderungen die Verkehrstauglichkeit beeinflussen. So ist beispielsweise bei der parallelen Ausführung von mehreren Tätigkeiten die Reaktionszeit von älteren Personen beim Fahren von Kraftfahrzeugen verlangsamt und auch die Fähigkeit, die Fahrspur zu halten, lässt spürbar nach.
Um dieser Abnahme der Fahrkompetenz mit steigendem Alter entgegenzuwirken, eignen sich personenzentrierte Maßnahmen, die motorische und kognitive Fähigkeiten fördern und sich konkret auf das Führen des Fahrzeugs im realen Verkehr beziehen. Gern beraten wir Sie individuell, wie Sie Ihre Fahrtauglichkeit langfristig erhalten und Defiziten in einzelnen Bereichen gezielt vorbeugen können.
Verkehrsmedizinische Untersuchungen bei gesundheitlichen Einschränkungen

Im Bereich der Verhaltensprävention sind individuell konfigurierbare Check-up-Programme besonders wichtig, auch um Angestellte zu motivieren, die sich bisher wenig für präventivmedizinische Maßnahmen interessiert haben.
Denn noch immer denken viele Menschen, dass ein Besuch beim Betriebsarzt oder der Betriebsärztin nur dann Sinn ergibt, wenn eine Krankheit erkennbar ist. Jedoch beginnen insbesondere Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte oft unbemerkt und schleichend, können jedoch langfristig zur großen gesundheitlichen Belastung werden und für Unternehmen letztendlich zu teuren Fehlzeiten der Angestellten führen.
Um dem vorzubeugen, führen wir für Sie regelmäßige, gründliche Check-ups durch, die genau diese Krankheiten, die bereits im Vor- oder Frühstadium diagnostizierbar sind, im Fokus haben.
Als breit aufgestellte Facharztpraxis für Arbeitsmedizin führt Health Works neben der vorgeschriebenen arbeitsmedizinischen Prävention auf Wunsch auch individuell erweiterbare Check-up-Untersuchungen durch, die sich konkret an den Bedürfnissen Ihrer Angestellten orientieren.
Basis-Check-ups
Der arbeitsmedizinische Basis-Check-up ist evidenzbasiert und erfasst die kritischen Risikofaktoren für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Der Basis-Check-up umfasst die folgenden Punkte:
- Ganzheitliche körperliche Untersuchung inklusive Hautinspektion
- Analyse von Faktoren wie Gewicht, Größe und Bauchumfang
- Erfassung von Vorerkrankungen, Familienvorgeschichte, aktuelle Beschwerden und Medikamente, Impfstatus, Appetit, Verdauung, Schlaf- und ggf. Suchtverhalten (Nikotin, Alkohol) anhand des Anamnesebogens (VDBW/DGPPN), eines Ernährungsprotokolls und eines Aktivitätsfragebogens
- Blutdruckmessung
- Ermittlung des Diabetesrisikos bei familiärer Diabetes und/oder erhöhtem Bauchumfang
- Laboruntersuchungen wie die Urintests bei Beschwerden
Individuell erweiterbare Check-ups
Dank moderner Medizintechnik sind wir in der Lage, unterschiedlichste Untersuchungen anzubieten und damit höchstpräzise Diagnosen zu stellen. Im erweiterten Gesundheits-Check-up nehmen wir eine zusätzliche Bestimmung von Laborparametern vor, um ein noch detaillierteres Bild des Gesundheitszustandes Ihrer Angestellten zu gewinnen.
Dafür fertigen wir ein großes Blutbild an, messen im Blut Entzündungswert, Kreatininwert, Leberwerte, sämtliche Blutfette (HDL-, LDL-Cholesterin, Triglyceride), HbA1c-Wert (”Langzeit-Zucker”) sowie den aktuellen Blutzuckerwert in nüchternem Zustand. Zusätzlich können im erweiterten Check-up sonografische Untersuchung aller wichtigen Organe (Herz, Leber, Nieren, Schilddrüse, Bauchschlagader, etc.) sowie weiterführende Laboruntersuchungen vorgenommen werden.
(Photo by Mufid Majnun on Unsplash)
Unsere Check-up-Programme: Risiken frühzeitig erkennen und aktiv vorbeugen

In unserer Praxis für Arbeitsmedizin in Tübingen führen wir alle Untersuchungen durch, die für Angestellte oder Bewerber und Bewerberinnen im Einstellungsprozess nach den offiziellen BG-Grundsätzen sowie den DGUV-Grundsätzen für arbeitsmedizinische Untersuchungen anfallen können.
G 25: Tauglichkeitsuntersuchung für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten
Beim Fahren, Steuern und Überwachen insbesondere motorbetriebener Geräte und Maschinen können erhebliche Gefahren und Belastungen entstehen - sowohl für die selbst tätige Person, als auch für Dritte. Deshalb ist diese Tauglichkeitsuntersuchung für den Straßenverkehr (FeV), den Schienenverkehr (EBO), die Nutzung mobiler selbstfahrender Arbeitsmittel (BetrSichV) sowie für den innerbetrieblichen Transport und Verkehr (UVV der BGV) vorgeschrieben. Die Untersuchung G 25 umfasst nach BG-Grundsatz neben einer ärztlichen Untersuchung einen Urintest, einen Sehtest sowie eine Gesichtsfeldmessung.
G 26.3: Tauglichkeitsuntersuchung für das Tragen von Atemschutzgeräten
Das Tragen von schweren Atemschutzgeräten, wie beispielsweise bei der Feuerwehr, stellt eine besondere Belastung für den gesamten Körper dar, sodass es hier bei unzureichender gesundheitlicher Eignung häufig zu einer Gefährdung der eigenen Gesundheit und der Gesundheit anderer kommen kann. Daher ist es wichtig, dass bei allen Einsatzkräften vor der Teilnahme an Ausbildungen, Fortbildungen, Einsätzen oder Übungen der Feuerwehr die körperliche Eignung durch qualifizierte Fachärzte und Fachärztinnen festgestellt wird.
Diese Eignungsuntersuchung erfolgt laut Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 (FwDV 7) nach dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 26 “Atemschutzgeräte” für die Gerätegruppe 3 (“schwerer Atemschutz”).
Sie umfasst ein Anamnesegespräch, eine körperliche Untersuchung, Seh- und Hörtests, Urin- und Blutuntersuchungen, eine Lungenfunktionsprüfung sowie ein Belastungs-EKG inklusive Ruhe-EKG.
Die Tauglichkeitsuntersuchung für schwere Atemschutzgeräte muss alle drei Jahre wiederholt werden, ab dem 50. Lebensjahr im Abstand von 12 Monaten.
G 31:
Tauglichkeitsuntersuchung für Arbeiten mit Überdruck (Tauchtauglichkeitsuntersuchung)
Die G 31-Untersuchung wird bei Tätigkeiten in Druckluft veranlasst, wenn im Arbeitsbereich ein Überdruck von mehr als 0.1 bar herrscht. Bereits für den einmaligen oder nur gelegentlichen Aufenthalt im Überdruckbereich ist diese Tauglichkeitsuntersuchung vorgeschrieben.
Bei Tätigkeiten unter Wasser ist die G 31-Untersuchung verpflichtend, wenn die Angestellten bei den Taucharbeiten über ein Tauchgerät mit Atemgas versorgt werden. Eine Druckluft-Grenze ist hierbei nicht definiert. Somit ist diese Untersuchung für alle Berufstaucher und -taucherinnen verpflichtend, wie etwa Feuerwehrleute, Polizisten und Polizistinnen sowie Einsatzkräfte auf Bohrinseln oder Werften.
Die G 31-Untersuchung kann die tauchmedizinische Untersuchung gemäß der Empfehlung der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.V. (GTÜM) ersetzen. Im Anschluss an die Tauchtauglichkeitsuntersuchung erhalten Sie entsprechend ein Tauchtauglichkeitszertifikat nach arbeitsmedizinischer Vorsorgeverordnung, das auch den GTÜM-Richtlinien entspricht.
Die G 31 muss bis zum 40. Lebensjahr im Abstand von zwei Jahren, nach dem 40. Lebensjahr jährlich wiederholt werden.
G 41:
Tauglichkeitsuntersuchung für Arbeiten mit Absturzgefahr
Die G 41-Untersuchung ist für Angestellte verpflichtend, die bei ihrer Tätigkeit einer besonderen Absturzgefahr ausgesetzt sind. Darunter fallen klassischerweise Gerüstbauarbeiten, Dach- und Fassadenarbeiten, aber auch Arbeiten an Brücken, Masten, Türmen und Schornsteinen, Antennenanlagen, Frei- und Fahrleitungen, Flutlichtanlagen sowie Schächten und Blindschächten im Bergbau. Eine Absturzgefahr ist an diesen Arbeitsplätzen nicht gegeben, wenn die Angestellten durch technische Maßnahmen wie Geländer oder Wände allseitig und ständig gesichert sind.Für gefährliche Baumarbeiten mit Absturzgefahr galt bis zur Neuregelung der ArbMedVV im Jahr 2011 die arbeitsmedizinische Untersuchung H9 als Voraussetzung. Diese wurde durch die G 41-Untersuchung abgelöst und wird häufig durch eine G 25-Untersuchung für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten (motorbetriebener Geräte) ergänzt.
Neben den G-Untersuchungen bieten wir bei Health Works in Tübingen auch individuelle Eignungsuntersuchungen, amtsärztliche Untersuchungen für Beamte und Beamtinnen, Fahreignungsuntersuchungen und viele weitere branchenspezifische Eignungstests an.
Individuelle Eignungsuntersuchungen nach Kundenwunsch
Insbesondere bei Auslandseinsätzen kommen häufig sehr spezifische Eignungsfaktoren zum Tragen, die von anderen Tauglichkeitsuntersuchungen nicht konkret abgedeckt werden. Für diesen Fall, wie etwa Baustellenzugänge im Ausland oder Work Visas, bieten wir mit unserem arbeitsmedizinischen Dienst in Baden-Württemberg individuelle Eignungsuntersuchungen an, deren Anforderungen direkt vom auftraggebenden Unternehmen festgelegt werden können.
Amtsärztliche Untersuchungen zur gesundheitlichen Eignung bei Verbeamtung
Für Beamtenanwärter und -anwärterinnen ist vor der endgültigen Verbeamtung eine amtsärztliche Untersuchung verpflichtend. Als Facharztpraxis für Arbeitsmedizin sind wir für die Durchführung ärztlicher Untersuchungen in beamtenrechtlichen Einstellungsverfahren zugelassen und in der offiziellen Ärzteliste für die Untersuchung auf gesundheitliche Eignung vor einer Verbeamtung des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg aufgeführt.
Die Untersuchung dient dem Ziel, die Dienstfähigkeit der Bewerberinnen und Bewerber für die anstehende Beamtenlaufbahn festzustellen. Dabei richten wir unseren Blick vorschriftsgemäß streng auf die unmittelbar folgenden zwei Jahre.
Vereinbaren Sie gern noch heute Ihren Untersuchungstermin in unserer Praxis für Arbeitsmedizin in Tübingen.
Ärztliche Gutachten zur Fahreignung nach § 11 FeV
Soll eine Fahrerlaubnis ausgestellt oder verlängert werden, so wird in der Regel ein ärztliches Gutachten angeordnet. Die juristische Grundlage dafür bildet § 11 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV). Als Praxis für Arbeitsmedizin mit Qualifikation für Verkehrsmedizin führen wir in unseren Praxisräumen in Tübingen verkehrsmedizinische Untersuchungen und Sehtests für Führerscheine aller Klassen durch.
Mehr zu verkehrsmedizinischen Gutachten
Tauglichkeitsuntersuchungen für Sportbootführerscheine nach SpFV
Wer einen Sportbootführerschein für Segel- oder Motorboote erwerben möchte, muss gemäß der Sportbootführerscheinverordnung (SpFV) ein ärztliches Zeugnis über die gesundheitliche Eignung sowie ausreichendes Seh- und Hörvermögen vorlegen. Direkt im Anschluss an die Untersuchung erhalten Sie Ihr ärztliches Attest nach SpFV-Richtlinien.
Tauglichkeitsuntersuchung für Offshore-Arbeiten nach OGUK-Vorschriften (ehem. UKOOA)
Sollen Angestellte sich im Rahmen ihrer Tätigkeit über 24 Stunden auf einer Offshore-Plattform aufhalten, die zur Oil & Gas UK Group (OGUK) gehört, ist eine Tauglichkeitsuntersuchung verpflichtend. Diese umfasst neben einem standardisierten Fragebogen eine fachärztliche Untersuchung und Beratung auch Hör- und Sehtest, Lungenfunktionstest, Urintest, Blutuntersuchung, EKG, Fahrradergometrie sowie ggf. Impfungen und Testungen je nach Reiseland.
Tauglichkeitsuntersuchungen für Offshore-Arbeiten nach AWMF-Leitlinie “Offshore-Windenergieanlagen”
Für Tätigkeiten im Rahmen des Baus und Betriebs von Offshore-Windenergieanlagen in der deutschen Nord- und Ostsee ist eine Eignungsuntersuchung nach der AWMF-Leitlinie vorgeschrieben. Diese beinhaltet einen Fragebogen, eine fachärztliche Untersuchung und Beratung, Blutuntersuchung, Hör-, Seh- und Gleichgewichtstest, Urintest, Lungenfunktionstest, EKG und einen Belastungstest Ergometrie. Sollen Angestellte mehr als 48 Tage pro Jahr auf einer Offshore-Plattform in der Nord- oder Ostsee tätig sein, wird diese Eignungsuntersuchung häufig durch eine Untersuchung zur Tauglichkeit für Nachtarbeit (ArbZO § 6 Abs. 3, Offshore-ArbZV) ergänzt.
Sie sind auf der Suche nach einem Termin zur Eignungsuntersuchung bei einer renommierten Praxis für Arbeitsmedizin in Tübingen?
In unseren Praxisräumen in der Tübinger Wilhelmstraße führen wir alle Eignungs- und Tauglichkeitsuntersuchungen durch, die im Arbeitsleben für Sie nötig werden können. Vereinbaren Sie gern noch heute Ihren Termin!